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Ablauf der MPU

Was passiert am Untersuchungstag wirklich?

Eine angelehnte Tür, ein schmaler Lichtspalt fällt auf den dunklen Boden

Der MPU-Termin steht fest – und plötzlich steigt die Nervosität.

Was passiert dort genau? Welche Tests muss ich machen? Was fragt der Psychologe? Was passiert, wenn ich nervös bin?

Wer weiß, was ihn erwartet, geht meistens deutlich entspannter in den Termin.

Deshalb schauen wir uns den Ablauf einmal verständlich an.

01

Die MPU besteht aus mehreren Bereichen

Eine MPU besteht grundsätzlich aus verschiedenen Untersuchungsteilen. Dazu gehören insbesondere die medizinische Untersuchung, Leistungstests und das psychologische Untersuchungsgespräch.

Die genaue Ausgestaltung hängt auch von Ihrer Fragestellung ab.

Eine MPU wegen Alkohol hat andere Schwerpunkte als eine MPU wegen Drogen, Punkten oder Straftaten.

02

1. Anmeldung und Formalitäten

Nach Ihrer Anmeldung werden zunächst die organisatorischen Dinge geklärt.

Planen Sie genügend Zeit für die Anreise ein.

Zu spät und völlig gestresst anzukommen, ist ein denkbar schlechter Start in einen ohnehin aufregenden Tag.

Prüfen Sie vorher außerdem, welche Unterlagen Sie mitbringen sollen.

03

2. Die medizinische Untersuchung

Der medizinische Teil richtet sich nach dem Anlass Ihrer MPU.

Bei Alkohol- oder Drogenfragestellungen können beispielsweise Ihre Konsumgeschichte, gesundheitliche Aspekte und vorhandene Abstinenznachweise eine Rolle spielen.

Wichtig ist, dass Ihre Angaben zu dem passen, was Sie später auch im psychologischen Gespräch erzählen.

Widersprüchliche Angaben sorgen unnötig für Probleme.

04

3. Der Leistungstest

Viele haben davor großen Respekt.

Dabei geht es nicht darum, besonders intelligent zu sein.

Je nach Untersuchung werden beispielsweise Reaktion, Aufmerksamkeit, Konzentration oder Wahrnehmung geprüft.

Die Aufgaben werden erklärt und normalerweise gibt es eine Einweisung beziehungsweise Übungsmöglichkeiten.

Sie müssen also nicht vorher irgendwelche geheimen Testaufgaben auswendig lernen.

05

4. Das psychologische Gespräch

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Dieser Teil macht den meisten Teilnehmern die größten Sorgen.

Dabei geht es nicht um Fangfragen.

Der Psychologe möchte verstehen, wie es zu Ihrer Auffälligkeit gekommen ist und was sich seitdem verändert hat.

Typische Themen sind:

  • Was ist damals passiert?
  • Wie sah Ihr Verhalten davor aus?
  • Warum ist es dazu gekommen?
  • Wann haben Sie erkannt, dass Sie etwas verändern müssen?
  • Was haben Sie konkret verändert?
  • Und warum ist eine erneute Auffälligkeit heute unwahrscheinlicher?
06

Muss ich beim Gespräch perfekt auftreten?

Nein.

Sie dürfen nervös sein.

Sie dürfen über eine Frage nachdenken.

Sie dürfen auch sagen, wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben.

Viel problematischer ist es, krampfhaft einen auswendig gelernten Text aufsagen zu wollen.

07

Wie lange dauert die MPU?

Planen Sie lieber ausreichend Zeit ein.

Die Gesamtdauer kann je nach Begutachtungsstelle und individuellem Ablauf variieren. Zwischen einzelnen Untersuchungsteilen können Wartezeiten entstehen.

Legen Sie deshalb direkt danach möglichst keinen wichtigen Termin.

08

Gute Vorbereitung nimmt viel Unsicherheit

Bei MPU 360° bereiten wir Sie nicht nur darauf vor, was Sie sagen könnten.

Sie sollen verstehen, warum bestimmte Fragen gestellt werden und was hinter Ihrer MPU-Fragestellung steckt.

Wenn Sie Ihre eigene Geschichte verstanden und tatsächlich etwas verändert haben, müssen Sie am Untersuchungstag keine Rolle spielen.

Sie können einfach über Ihre eigene Entwicklung sprechen.

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