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Cannabis und MPU

Wann muss ich nach einem Cannabis-Vorfall wirklich zur MPU?

Ein geschlossenes Buch ohne Aufdruck mit heraushängendem Lesebändchen auf dunklem Grund

„Ich wurde mit Cannabis am Steuer erwischt. Muss ich jetzt automatisch zur MPU?“

Diese Frage bekommen wir immer wieder.

Seit der Änderung des Cannabisrechts findet man dazu im Internet sehr unterschiedliche Aussagen. Einige Informationen stammen noch aus der alten Rechtslage und passen heute nicht mehr.

Deshalb zuerst das Wichtigste:

Ein Cannabis-Vorfall bedeutet nicht automatisch, dass Sie zur MPU müssen.

01

Was bedeuten 3,5 ng THC?

Für THC gilt im Straßenverkehr grundsätzlich ein gesetzlicher Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum.

Wichtig ist aber die Unterscheidung:

Der THC-Grenzwert betrifft zunächst die Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss.

Die Frage, ob zusätzlich eine MPU angeordnet wird, ist davon zu unterscheiden.

Für Cannabis enthält die Fahrerlaubnis-Verordnung inzwischen mit § 13a FeV eine eigene Regelung.

02

Wann kann eine Cannabis-MPU angeordnet werden?

Eine MPU kann beispielsweise bei bestimmten Fällen von Cannabismissbrauch, bei wiederholten Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss oder zur Klärung nach früheren entsprechenden Fahrerlaubnismaßnahmen relevant werden.

Deshalb sollte nicht nur auf einen THC-Wert geschaut werden.

Entscheidend ist der gesamte Fall.

Gab es bereits frühere Auffälligkeiten? Wie sah der Konsum aus? Was steht in der Fahrerlaubnisakte? Was genau möchte die Behörde geklärt haben?

03

Muss ich für eine Cannabis-MPU abstinent sein?

Auch hier gibt es keine sinnvolle Antwort nach dem Motto:

„Cannabis-MPU = immer zwölf Monate Abstinenz.“

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Ob Abstinenz erforderlich ist und welche Nachweise benötigt werden, hängt vom konkreten Fall und der zugrunde liegenden Problematik ab.

Genau deshalb sollten Sie nicht vorschnell irgendein Abstinenzprogramm beginnen.

04

Vorsicht mit älteren MPU-Ratgebern

Gerade bei Cannabis ist das wichtig.

Viele Artikel und Videos im Internet wurden vor der Änderung der Rechtslage veröffentlicht. Manche Aussagen werden bis heute weitergegeben, obwohl sich die rechtliche Bewertung verändert hat.

Schauen Sie deshalb nicht nur auf Ihren THC-Wert.

Schauen Sie auf Ihren gesamten Fall.

05

Was sollten Sie tun, wenn Post von der Führerscheinstelle kommt?

Nicht in Panik geraten – aber das Schreiben auch nicht einfach liegen lassen.

Prüfen Sie genau:

  • Was verlangt die Behörde?
  • Wie lautet die Fragestellung?
  • Welche Vorfälle sind bekannt?
  • Welche Fristen laufen?

Erst dann sollte entschieden werden, wie die weitere Vorbereitung aussieht.

06

Cannabis-MPU bei MPU 360°

Wir prüfen mit Ihnen zunächst, worum es in Ihrem Fall tatsächlich geht.

Danach entwickeln wir die passende Vorbereitung.

Keine pauschale Abstinenzempfehlung, keine Standardantworten und keine veralteten Cannabis-Regeln – sondern eine Vorbereitung, die zu Ihrer tatsächlichen Situation passt.

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