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Drogen-MPU

Was erwartet mich wirklich und wie bereite ich mich richtig vor?

Ein einzelnes Laborröhrchen mit Schraubdeckel auf mattdunklem Grund

Wer wegen Kokain, Amphetaminen oder anderen Drogen zur MPU muss, hat meistens viele Fragen: Brauche ich Abstinenznachweise? Wie lange muss ich abstinent sein? Was will der Psychologe wissen? Und reicht es nicht, einfach zu sagen, dass ich keine Drogen mehr nehme?

Gerade bei einer Drogen-MPU ist eine gute Vorbereitung wichtig. Denn es geht nicht nur darum, heute keine Drogen mehr zu konsumieren.

01

Was wird bei einer Drogen-MPU geprüft?

Die zentrale Frage lautet vereinfacht:

Warum kam es zum Drogenkonsum – und warum ist heute davon auszugehen, dass sich das nicht wiederholt?

Dafür wird Ihre persönliche Entwicklung betrachtet.

Es geht zum Beispiel darum:

  • Wann und warum haben Sie angefangen?
  • Wie hat sich Ihr Konsum entwickelt?
  • Welche Funktion hatten die Drogen für Sie?
  • In welchen Situationen haben Sie konsumiert?
  • Wann haben Sie erkannt, dass etwas verändert werden muss?
  • Was haben Sie tatsächlich verändert?
  • Wie verhindern Sie einen Rückfall?

Genau hier reicht die Aussage „Ich mache das nie wieder“ meistens nicht.

02

Brauche ich Abstinenznachweise?

Bei einer Drogen-MPU können Abstinenznachweise eine wichtige Rolle spielen.

Aber bevor Sie irgendein Programm beginnen, sollte geklärt werden, was in Ihrem konkreten Fall erforderlich ist.

Welche Substanzen müssen erfasst werden? Welcher Zeitraum ist sinnvoll beziehungsweise erforderlich? Passt ein Urinkontrollprogramm oder eine Haaranalyse besser?

Eine falsche Planung kann unnötig Zeit kosten.

03

Abstinenz allein reicht nicht

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Das ist einer der häufigsten Irrtümer.

Ein Abstinenznachweis zeigt, dass über einen bestimmten Zeitraum kein entsprechender Konsum nachgewiesen wurde. Er erklärt aber nicht, warum Sie früher konsumiert haben und weshalb Sie heute dauerhaft anders mit den damaligen Auslösern umgehen.

Genau diese persönliche Entwicklung ist für das psychologische Gespräch wichtig.

04

Keine Geschichten für den Gutachter erfinden

Im Internet findet man zahlreiche angeblich perfekte Antworten für die MPU.

Das Problem: Ein Gutachter stellt Rückfragen.

Wenn eine Antwort nicht zur eigenen Geschichte passt, entstehen schnell Widersprüche.

Eine gute Vorbereitung bedeutet deshalb nicht, Antworten auswendig zu lernen. Sie bedeutet, die eigene Entwicklung so gut verstanden zu haben, dass Sie darüber offen und nachvollziehbar sprechen können.

05

Was sollten Sie als Erstes tun?

Bevor Sie Maßnahmen starten, sollte Ihr Fall sauber eingeordnet werden.

Dazu gehören insbesondere der Anlass Ihrer MPU, die behördliche Fragestellung, Ihre Vorgeschichte, die betroffenen Substanzen und Ihr bisheriges Konsumverhalten.

Erst danach lässt sich ein sinnvoller Fahrplan entwickeln.

06

Drogen-MPU mit Plan vorbereiten

Bei MPU 360° arbeiten wir nicht mit Standardgeschichten.

Wir schauen uns Ihren tatsächlichen Fall an, arbeiten die Hintergründe Ihres Konsums auf und entwickeln gemeinsam eine Veränderungs- und Rückfallstrategie, die zu Ihrem Leben passt.

Denn eine gute MPU-Vorbereitung beginnt nicht mit der Frage:

„Was muss ich beim Gutachter sagen?“

Sondern mit der Frage:

„Was hat sich bei mir wirklich verändert?“

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