Drogen-MPU
Was erwartet mich wirklich und wie bereite ich mich richtig vor?

Wer wegen Kokain, Amphetaminen oder anderen Drogen zur MPU muss, hat meistens viele Fragen: Brauche ich Abstinenznachweise? Wie lange muss ich abstinent sein? Was will der Psychologe wissen? Und reicht es nicht, einfach zu sagen, dass ich keine Drogen mehr nehme?
Gerade bei einer Drogen-MPU ist eine gute Vorbereitung wichtig. Denn es geht nicht nur darum, heute keine Drogen mehr zu konsumieren.
Was wird bei einer Drogen-MPU geprüft?
Die zentrale Frage lautet vereinfacht:
Warum kam es zum Drogenkonsum – und warum ist heute davon auszugehen, dass sich das nicht wiederholt?
Dafür wird Ihre persönliche Entwicklung betrachtet.
Es geht zum Beispiel darum:
- Wann und warum haben Sie angefangen?
- Wie hat sich Ihr Konsum entwickelt?
- Welche Funktion hatten die Drogen für Sie?
- In welchen Situationen haben Sie konsumiert?
- Wann haben Sie erkannt, dass etwas verändert werden muss?
- Was haben Sie tatsächlich verändert?
- Wie verhindern Sie einen Rückfall?
Genau hier reicht die Aussage „Ich mache das nie wieder“ meistens nicht.
Brauche ich Abstinenznachweise?
Bei einer Drogen-MPU können Abstinenznachweise eine wichtige Rolle spielen.
Aber bevor Sie irgendein Programm beginnen, sollte geklärt werden, was in Ihrem konkreten Fall erforderlich ist.
Welche Substanzen müssen erfasst werden? Welcher Zeitraum ist sinnvoll beziehungsweise erforderlich? Passt ein Urinkontrollprogramm oder eine Haaranalyse besser?
Eine falsche Planung kann unnötig Zeit kosten.