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Das psychologische MPU-Gespräch

Welche Fragen stellt der Gutachter wirklich?

Ein aufgeschlagener Notizblock und ein Stift auf einem dunklen Tisch, Licht von schräg oben

„Welche Fragen kommen bei der MPU dran?“

Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen überhaupt.

Im Internet finden Sie lange Listen mit MPU-Fragen und teilweise sogar fertigen Antworten.

Das Problem:

So funktioniert das psychologische Gespräch nicht.

01

Es gibt keinen Fragenkatalog, den Sie auswendig lernen müssen

Natürlich gibt es Themen, die in einem MPU-Gespräch immer wieder vorkommen.

Die konkreten Fragen richten sich aber nach Ihrem Fall und Ihren Antworten.

Sagen Sie beispielsweise:

„Damals war ich sehr gestresst“,

kann der Psychologe nachfragen:

  • Warum waren Sie gestresst?
  • Wie sind Sie damals mit Stress umgegangen?
  • Welche Rolle spielte Alkohol, Cannabis oder Ihr Fahrverhalten dabei?
  • Was machen Sie heute bei Stress anders?

Eine Antwort führt also häufig zur nächsten Frage.

02

Was möchte der Psychologe herausfinden?

Vereinfacht geht es um vier Bereiche:

  • Was war früher?
  • Warum ist es passiert?
  • Was haben Sie verändert?
  • Warum bleibt diese Veränderung stabil?

Diese Logik zieht sich durch viele MPU-Gespräche.

03

Sie müssen auch unangenehme Fragen beantworten können

Eine gute Vorbereitung beschäftigt sich nicht nur mit den Fragen, die angenehm sind.

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Gerade Rückfragen sind wichtig.

  • Warum haben Sie nicht früher aufgehört?
  • Warum sollte ich Ihnen glauben?
  • Was machen Sie, wenn Ihre neue Strategie einmal nicht funktioniert?
  • Gab es seit Ihrer Veränderung schwierige Situationen?
  • Was könnte Sie wieder in alte Verhaltensweisen bringen?

Solche Fragen sind keine persönliche Attacke.

Sie prüfen, wie stabil Ihre Veränderung tatsächlich ist.

04

Warum auswendig gelernte Antworten auffallen können

Ein vorbereiteter Satz klingt beim ersten Mal vielleicht überzeugend.

Dann kommt eine Rückfrage.

Und noch eine.

Wenn die Antwort nicht auf eigener Erfahrung beruht, wird es zunehmend schwierig, widerspruchsfrei zu bleiben.

Deshalb trainieren wir bei MPU 360° keine Schauspielrolle.

05

Beispiele sind stärker als Behauptungen

Nehmen wir den Satz:

„Ich kann heute besser mit Stress umgehen.“

Das klingt gut.

Viel interessanter ist:

  • Wann waren Sie zuletzt richtig gestresst?
  • Was hätten Sie früher gemacht?
  • Was haben Sie diesmal gemacht?
  • Was war das Ergebnis?

Plötzlich wird aus einer Behauptung eine nachvollziehbare Veränderung.

06

Muss ich Fachbegriffe kennen?

Nein.

Sie müssen nicht wie ein Verkehrspsychologe sprechen.

Oft ist eine einfache, persönliche Erklärung sogar wesentlich überzeugender.

Entscheidend ist, dass Sie verstanden haben, was bei Ihnen passiert ist.

07

So bereiten wir das MPU-Gespräch vor

Bei MPU 360° arbeiten wir Ihre persönliche Geschichte Schritt für Schritt auf.

Danach üben wir auch kritische und unerwartete Rückfragen.

Nicht damit Sie einen Text auswendig lernen.

Sondern damit Ihre eigene Geschichte auch dann stabil bleibt, wenn eine Frage anders gestellt wird als erwartet.

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