Das psychologische MPU-Gespräch
Welche Fragen stellt der Gutachter wirklich?

„Welche Fragen kommen bei der MPU dran?“
Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen überhaupt.
Im Internet finden Sie lange Listen mit MPU-Fragen und teilweise sogar fertigen Antworten.
Das Problem:
So funktioniert das psychologische Gespräch nicht.
Es gibt keinen Fragenkatalog, den Sie auswendig lernen müssen
Natürlich gibt es Themen, die in einem MPU-Gespräch immer wieder vorkommen.
Die konkreten Fragen richten sich aber nach Ihrem Fall und Ihren Antworten.
Sagen Sie beispielsweise:
„Damals war ich sehr gestresst“,
kann der Psychologe nachfragen:
- Warum waren Sie gestresst?
- Wie sind Sie damals mit Stress umgegangen?
- Welche Rolle spielte Alkohol, Cannabis oder Ihr Fahrverhalten dabei?
- Was machen Sie heute bei Stress anders?
Eine Antwort führt also häufig zur nächsten Frage.
Was möchte der Psychologe herausfinden?
Vereinfacht geht es um vier Bereiche:
- Was war früher?
- Warum ist es passiert?
- Was haben Sie verändert?
- Warum bleibt diese Veränderung stabil?
Diese Logik zieht sich durch viele MPU-Gespräche.
Sie müssen auch unangenehme Fragen beantworten können
Eine gute Vorbereitung beschäftigt sich nicht nur mit den Fragen, die angenehm sind.