Abstinenznachweise
Wann brauche ich sie – und wie lange?

„Wie viele Monate Abstinenz brauche ich für meine MPU?“
Sechs Monate?
Zwölf Monate?
Vielleicht sogar länger?
Wer im Internet danach sucht, bekommt schnell eine klare Zahl genannt. Genau das kann problematisch sein.
Denn die benötigten Abstinenznachweise hängen von Ihrem konkreten Fall ab.
Zuerst muss geklärt werden, warum Sie überhaupt zur MPU müssen.
Danach muss betrachtet werden, welches Konsummuster vorlag und welche Veränderung heute fachlich nachvollziehbar ist.
Erst daraus ergibt sich, ob und in welchem Umfang Abstinenznachweise benötigt werden.
Für Abstinenznachweise kommen insbesondere Urinkontrollprogramme und Haaranalysen infrage.
Beide Verfahren haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Bei Urinkontrollen müssen Sie beispielsweise kurzfristig für eine Probe erreichbar sein.
Haaranalysen sind besser planbar, unterliegen aber ebenfalls klaren Voraussetzungen. Unter anderem spielen Haarlänge, untersuchte Substanz und mögliche kosmetische Behandlungen eine Rolle.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt deshalb auch von Ihrem Alltag ab.
Manche Betroffene beginnen sofort mit einem Abstinenzprogramm.
Monate später stellen sie fest, dass nicht die richtigen Substanzen untersucht wurden oder der Nachweis nicht zu ihrer MPU-Fragestellung passt.
Das ist vermeidbar.
Vor Beginn sollten deshalb mindestens drei Dinge geklärt sein:
Sie können tatsächlich seit Monaten nichts mehr konsumieren.
Wenn für Ihre MPU aber ein anerkannter Nachweis erforderlich ist, lässt sich dieser Zeitraum nicht einfach durch die eigene Aussage ersetzen.
Deshalb lohnt es sich, die Nachweisplanung frühzeitig zu klären.
Nein.
Ein Abstinenznachweis kann einen wichtigen Teil Ihrer Veränderung belegen.
Er erklärt aber nicht, warum Sie früher konsumiert haben.
Genau das muss im psychologischen Teil aufgearbeitet werden.
Bei MPU 360° schauen wir uns deshalb zuerst Ihren Fall an.
Wir prüfen gemeinsam, welche Nachweise zu Ihrer Fragestellung passen und wie sie mit Ihrer psychologischen Aufarbeitung zusammengehören.
Denn mehrere Monate den falschen Nachweis zu führen, ist nicht nur ärgerlich.
Es kann Ihre gesamte MPU-Planung nach hinten verschieben.
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