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Anti-Aggressionstraining

Hilft mir das wirklich?

Ein leerer Stuhlkreis in einem dunklen Raum, von einer Lichtquelle von oben getroffen

Wer wegen aggressiven Verhaltens oder einer Straftat zur MPU muss, stellt sich häufig die Frage:

„Soll ich vorher ein Anti-Aggressionstraining machen?“

Die Antwort lautet:

Das kann sehr sinnvoll sein – wenn das Training zu Ihrem Problem passt und Sie tatsächlich damit arbeiten.

Eine Teilnahmebescheinigung allein sorgt jedoch nicht dafür, dass eine MPU positiv ausfällt.

01

Was bringt ein Anti-Aggressionstraining?

Ein gutes Anti-Aggressionstraining beschäftigt sich nicht nur damit, dass Gewalt oder aggressives Verhalten falsch sind.

Das wissen die meisten Teilnehmer längst.

Interessanter ist:

  • Warum eskaliere ich in bestimmten Situationen?
  • Welche Auslöser treffen mich besonders?
  • Wie gehe ich mit Provokationen um?
  • Welche Gedanken verstärken meine Wut?
  • Wie erkenne ich rechtzeitig, dass ich die Kontrolle verliere?
  • Und welche Alternativen habe ich?
02

Der Gutachter möchte keine Teilnahmebescheinigung bewerten

Natürlich kann eine Bescheinigung zeigen, dass Sie sich aktiv mit Ihrem Verhalten beschäftigt haben.

Sie ersetzt aber nicht Ihre persönliche Entwicklung.

Wenn Sie im MPU-Gespräch nur sagen können:

„Ich habe zehn Termine besucht und mein Zertifikat bekommen“,

bleibt die entscheidende Frage offen:

Was haben Sie dadurch verändert?

03

Sie sollten Beispiele aus Ihrem Alltag haben

Besonders überzeugend wird Veränderung, wenn sie nicht nur theoretisch existiert.

Vielleicht gab es seit dem Training Situationen, in denen Sie früher eskaliert wären.

Was haben Sie diesmal anders gemacht?

  • Haben Sie eine Provokation früher erkannt?
  • Sind Sie aus einer Situation ausgestiegen?
  • Haben Sie Ihre körperliche Anspannung bemerkt?
  • Konnten Sie einen Konflikt ansprechen, ohne ihn hochzufahren?

Solche Erfahrungen zeigen, dass neue Strategien tatsächlich angewendet werden.

04

Nicht jedes Training ist automatisch gut

Vorsicht bei Angeboten, bei denen es im Wesentlichen darum geht, Termine abzusitzen und anschließend eine Bescheinigung zu erhalten.

Ein sinnvolles Training sollte Sie fordern.

Es sollte Ihr Verhalten hinterfragen, konkrete Situationen analysieren und mit Ihnen neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Denn genau diese Auseinandersetzung brauchen Sie später auch für Ihre MPU.

05

Anti-Aggressionstraining und MPU-Vorbereitung verbinden

Besonders sinnvoll kann es sein, die Verhaltensarbeit direkt mit der MPU-Aufarbeitung zu verbinden.

Dann werden nicht zwei getrennte Geschichten erzählt.

Die Straftat, die persönlichen Auslöser, die Veränderung und die Rückfallprävention ergeben eine nachvollziehbare Entwicklung.

06

Anti-Aggressionstraining bei MPU 360°

Bei MPU 360° betrachten wir Anti-Aggressionstraining nicht als Zertifikat für die Führerscheinstelle.

Wir arbeiten an Ihrem tatsächlichen Verhalten.

Dabei verbinden wir Aggressionsmanagement, Deeskalation und konkrete Konfliktstrategien mit den Anforderungen Ihrer MPU.

Denn am Ende sollte nicht nur auf einem Blatt Papier stehen, dass Sie an einem Training teilgenommen haben.

Sie selbst sollten erklären können, was Sie heute anders machen.

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