Anti-Aggressionstraining
Hilft mir das wirklich?

Wer wegen aggressiven Verhaltens oder einer Straftat zur MPU muss, stellt sich häufig die Frage:
„Soll ich vorher ein Anti-Aggressionstraining machen?“
Die Antwort lautet:
Das kann sehr sinnvoll sein – wenn das Training zu Ihrem Problem passt und Sie tatsächlich damit arbeiten.
Eine Teilnahmebescheinigung allein sorgt jedoch nicht dafür, dass eine MPU positiv ausfällt.
Ein gutes Anti-Aggressionstraining beschäftigt sich nicht nur damit, dass Gewalt oder aggressives Verhalten falsch sind.
Das wissen die meisten Teilnehmer längst.
Interessanter ist:
Natürlich kann eine Bescheinigung zeigen, dass Sie sich aktiv mit Ihrem Verhalten beschäftigt haben.
Sie ersetzt aber nicht Ihre persönliche Entwicklung.
Wenn Sie im MPU-Gespräch nur sagen können:
„Ich habe zehn Termine besucht und mein Zertifikat bekommen“,
bleibt die entscheidende Frage offen:
Was haben Sie dadurch verändert?
Besonders überzeugend wird Veränderung, wenn sie nicht nur theoretisch existiert.
Vielleicht gab es seit dem Training Situationen, in denen Sie früher eskaliert wären.
Was haben Sie diesmal anders gemacht?
Solche Erfahrungen zeigen, dass neue Strategien tatsächlich angewendet werden.
Vorsicht bei Angeboten, bei denen es im Wesentlichen darum geht, Termine abzusitzen und anschließend eine Bescheinigung zu erhalten.
Ein sinnvolles Training sollte Sie fordern.
Es sollte Ihr Verhalten hinterfragen, konkrete Situationen analysieren und mit Ihnen neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Denn genau diese Auseinandersetzung brauchen Sie später auch für Ihre MPU.
Besonders sinnvoll kann es sein, die Verhaltensarbeit direkt mit der MPU-Aufarbeitung zu verbinden.
Dann werden nicht zwei getrennte Geschichten erzählt.
Die Straftat, die persönlichen Auslöser, die Veränderung und die Rückfallprävention ergeben eine nachvollziehbare Entwicklung.
Bei MPU 360° betrachten wir Anti-Aggressionstraining nicht als Zertifikat für die Führerscheinstelle.
Wir arbeiten an Ihrem tatsächlichen Verhalten.
Dabei verbinden wir Aggressionsmanagement, Deeskalation und konkrete Konfliktstrategien mit den Anforderungen Ihrer MPU.
Denn am Ende sollte nicht nur auf einem Blatt Papier stehen, dass Sie an einem Training teilgenommen haben.
Sie selbst sollten erklären können, was Sie heute anders machen.
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