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Alkohol-MPU

Reicht es, wenn ich heute weniger trinke?

Ein leeres Trinkglas, daneben der eingetrocknete Ring eines früheren Glases

„Ich trinke inzwischen viel weniger.“

Das kann eine wichtige Veränderung sein.

Für eine Alkohol-MPU reicht dieser Satz allein aber nicht aus.

Denn der Gutachter möchte nicht nur wissen, wie Sie heute trinken. Er möchte verstehen, wie es überhaupt zu Ihrem früheren Verhalten kommen konnte und warum eine erneute Auffälligkeit heute deutlich unwahrscheinlicher ist.

01

Warum der Promillewert nicht die ganze Geschichte erzählt

Viele Betroffene konzentrieren sich fast ausschließlich auf den Tattag.

  • Wie viel habe ich getrunken?
  • Wann war das letzte Getränk?
  • Warum bin ich trotzdem gefahren?

Diese Fragen können wichtig sein. Die MPU geht aber weiter.

Es wird auch betrachtet, wie Sie in der Zeit vor dem Vorfall mit Alkohol umgegangen sind.

02

Wie sah Ihr früheres Trinkverhalten aus?

Dabei können beispielsweise folgende Fragen eine Rolle spielen:

  • Wie häufig haben Sie getrunken?
  • Wie viel?
  • In welchen Situationen?
  • Gab es Zeiten, in denen Alkohol zum Stressabbau, zum Abschalten oder zum Umgang mit Problemen genutzt wurde?
  • Hat sich die Menge über die Jahre verändert?
  • Gab es schon vorher Situationen, in denen Sie im Nachhinein dachten: „Das war eigentlich zu viel“?

Es geht nicht darum, sich möglichst schlecht darzustellen.

Es geht darum, das eigene Verhalten realistisch zu verstehen.

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03

Kontrolliertes Trinken oder Abstinenz?

Das ist eine der wichtigsten Fragen bei der Vorbereitung einer Alkohol-MPU.

Und sie sollte nicht danach entschieden werden, was einfacher klingt.

Für manche Menschen kann ein kontrollierter Umgang mit Alkohol fachlich nachvollziehbar sein. Bei anderen passt eine konsequente Abstinenz wesentlich besser zur Vorgeschichte.

Deshalb muss zunächst das frühere Trinkmuster betrachtet werden.

04

„Ich trinke nur noch selten“ reicht nicht

Wenn Sie sich für einen veränderten Umgang mit Alkohol entschieden haben, sollten Sie diesen auch erklären können.

  • Was genau machen Sie heute anders?
  • Welche Regeln haben Sie?
  • Wie gehen Sie mit Feiern um?
  • Was passiert, wenn Sie gestresst oder emotional belastet sind?
  • Und wie stellen Sie sicher, dass Alkohol und Autofahren zuverlässig getrennt bleiben?

Je konkreter die Veränderung im Alltag geworden ist, desto nachvollziehbarer lässt sie sich auch im MPU-Gespräch darstellen.

05

Eine MPU ist keine Prüfung im Auswendiglernen

Sie brauchen keine perfekten Sätze.

Sie brauchen eine Geschichte, die stimmt.

Ihre Vorgeschichte, Ihre Erkenntnisse, Ihre Veränderung und Ihre heutige Absicherung müssen zusammenpassen.

06

Alkohol-MPU individuell vorbereiten

Bei MPU 360° prüfen wir deshalb zuerst Ihre tatsächliche Vorgeschichte.

Gemeinsam klären wir, welche Strategie zu Ihrem Fall passt und wie Sie Ihre Veränderung nachvollziehbar darstellen können.

Nicht für eine perfekte Antwort.

Sondern für eine stabile Veränderung, über die Sie auch bei kritischen Rückfragen sicher sprechen können.

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